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[Review] Ninety-Nine Nights 2 (Xbox 360)

29 Okt

Wie man vielleicht schon aus vorherigen Blogposts oder Unterhaltungen in den Kommentaren erkennen konnte, spiele ich sehr gerne Spiele a la Dynasty Warriors und Co. Zu meinen Favoriten aus dem Genre gehörte auch Ninety-Nine Nights, welches ich komplett durchgespielt habe und von dem ich mir immer einen Nachfolger gewünscht habe. In diesem Jahr war es nun soweit: N3II kam auf den deutschen Markt. Ein klares Must-Buy für mich. Aber auch für andere Gamer?

Gleich vorweg: In den Spielezeitschriften wurde N3II äußerst schlecht bewertet. Ich werde das Spiel daher wohl eher gut bewerten, weil ich das Review aus der Sichtweise eines Fans dieses Genres schreibe. Wer mit Hack ’n Slay nichts anfangen kann, der wird weder dieses Game noch vielleicht Dynasty Warriors oder X-Blades mögen. Das schonmal als kleine Vorwarnung.

Der erste Unterschied zum Vorgänger fällt schon auf dem Cover auf: Der zweite Teil hat eine Jugendfreigabe ab 18 bekommen – im Gegensatz zum ersten Teil, der bereits ab 16 war. Und beim Spielen fallen dem Gamer auch sofort die neuen Bluteffekte auf, und die Möglichkeit, Gegner mit der Waffe zu „halbieren“. Finde ich persönlich ein bisschen unnötig, so wie im ersten Teil wäre es okay gewesen. Die Effekte stören allerdings auch nicht weiter. Ein bisschen schade finde ich auch, dass die Möglichkeit eigene Musik einzuspielen leider nicht mehr vorhanden ist. Im ersten Teil ging das noch, und ich fand das Spiel mit selbst eingespielter Musik noch ein bisschen cooler. Gegner zu den Klängen von Nightwish niederzumetzeln hat doch was ^^

Aber kommen wir jetzt zum eigentlichen Spiel. Ziel der Story ist es wieder, den Herrn der Nacht zu besiegen, der alle Völker unterjochen und die Welt beherrschen will. Um das zu verhindern, stehen dem Spieler diesmal aber andere Charaktere zur Verfügung als im ersten Teil. Musste man sich da noch mit Inphyy, Aspharr und Co. gegen Hunderte von Gegnern zur Wehr setzen, heißen die Protagonisten jetzt Galen, Sephia, Zazi, Levv und Maggni. Fünf total unterschiedliche Charaktere, die sich vor allem durch unterschiedliche Spezialfähigkeiten unterscheiden. Zazi kann z.B. per Armbrust auch weiter entfernte Ziele treffen, oder Maggni kann Felsen durch die Gegend schieben. Von den eigentlichen Kampffähigkeiten unterscheiden sich die Charas gar nicht mal so sehr. Klar kann der Krieger Galen bessere normale Angriffe starten als die zierliche Sephia, aber die magischen Fähigkeiten die man im Lauf des Spieles so findet, können alle Charas einsetzen. Und was einmal freigeschaltet wurde, steht dann übrigens allen 5 zur Verfügung. Was auch sehr praktisch ist, denn sonst wäre das Spiel mMn unnötig schwer.

In den Spielezeitschriften wurde auch oft kritisiert, dass man das ganze Spiel nur durch Hämmern auf die X- und Y-Taste des Controllers durchspielen könnte. Meinen Glückwunsch an denjenigen der das geschafft hat – eigentlich kommt man ohne die magischen Fähigkeiten nicht weit. Wer will schon eine Gegnerhorde per Hand bzw. Schwert niedermetzeln, wenn er später einen Zauber bekommt, der alle Gegner mit einem Mal beseitigt? Wohl kaum jemand. Neben diesen Angriffsfähigkeiten gibt es auch noch massenweise passive Fähigkeiten, die z.B. die maximale Gesundheit erhöhen, oder die dafür sorgen dass der jeweilige Chara schneller angreifen kann. Und zumindest auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad (in bestimmten Levels aber auch auf Einfach) kommt man ohne die richtige Ausrüstung nicht weit. Daneben gibt es natürlich auch wieder die Orb-Attacken, die aber diesmal ein bisschen anders funktionieren als noch im ersten Teil. Man lädt die Orb-Leiste einmal auf und kann sich dann für eine von zwei verschiedenen Angriffen entscheiden. Ein weiterer Unterschied am Kampfsystem ist die Möglichkeit des Auflevelns. Konnte man in Teil 1 nur seinen Chara aufleveln, gilt das hier auch für Waffen und Fähigkeiten. Dazu verwendet man gesammelte Punkte, die man für jeden besiegten Gegner bekommt und auch in den Missionen in Truhen finden kann.

Auch das Leveldesign ist anders. Zum Beispiel findet man sich hier häufig im Inneren von Burgen wieder, während eher selten auf dem freien Feld gekämpft wird (wobei mir die Levels aus dem ersten Teil persönlich besser gefallen haben – das ist aber Geschmackssache). Außerdem gibt es in den Levels stellenweise Bereiche mit Feuer oder Gift, die dem Spieler beim Betreten ständig Schaden zufügen. In einigen Missionen müssen Schalter betätigt werden, damit man weiterkommt. Und auch die Spezialfähigkeiten der Charas kommen oft zum Einsatz. Maggni muss z.B. schon mal einen Felsen verschieben, über den er dann auf eine höhere Plattform klettern kann. Da dürfen auch neue Gegnertypen nicht fehlen: Am nervigsten fand ich die fliegenden Gegner (die in größeren Gruppen und ohne die richtige Ausrüstung extrem nervig sein können) und die Riesen (die sehr viel aushalten und auch mächtig zuschlagen können). Magier gibt es nun auch, die den Spieler zum einen mit Eis- und Feuerattacken angreifen und zum anderen neue Monster beschwören. Daher heißt die Devise: Magier zuerst ausschalten ;) Das gilt auch für die Beschwörungstürme, die ebenfalls ständig für Gegnernachschub sorgen. Am besten schnell zerstören, sonst wird man regelrecht unter Gegnern begraben. Positiv aufgefallen sind mir die neuen Checkpoints. Wenn man in einer Mission einen Checkpoint erreicht (immer vor einem Bosskampf, aber auch manchmal mitten in der Mission) und danach stirbt, kann man am Checkpoint weitermachen. Im ersten Teil musste man da das komplette Level nochmals spielen, was mich oft sehr genervt hat. Besonders in den ebenfalls neuen Defensivmissionen ist das von Vorteil. Diese Missionen sind nämlich ziemlich schwierig, und wenn man mal den Bossgegner nicht im ersten Anlauf schafft muss man nicht alles nochmal spielen.

Zum Thema Grafik: Teilweise fand ich die Umgebung etwas zu dunkel, so dass ich mich manchmal an einer Stelle verirrt habe. Das kann aber auch an meinem Fernseher oder daran dass ich in Games generell etwas orientierungslos bin, liegen ^^ Ruckler habe ich nur dann bemerken, wenn wirklich der ganze Screen mit Gegnern gefüllt ist und man einige effektlastige Zauber vom Stapel lässt. Soundeffekte und Musik waren soweit auch okay, wenn auch nichts Besonderes.

Fazit: Als Fan von Hack ’n Slay Games, und besonders wenn einem der erste Teil schon gefallen hat, macht man hier nichts falsch. Ich würde jedenfalls eine klare Kaufempfehlung aussprechen.

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3 Kommentare

Verfasst von - 29. Oktober 2010 in Games, Reviews

 

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3 Antworten zu “[Review] Ninety-Nine Nights 2 (Xbox 360)

  1. Tamama Gunsou

    29. Oktober 2010 at 20:08

    Ich kann Matsu nur zustimmen. Das Spiel ist wirklich genial !!!! Ignoriere die Bewertungen. Spiele es selbst, dann werdet ihr es glauben ^^

    Ein Must Buy für alle Hack and Slay Fan

     
  2. mayafreak

    29. Oktober 2010 at 22:49

    Ich muss erst mal dazu kommen denn ersten Teil zu Spiele bevor ich mit dem zweiten anfange.

     
  3. Tamama Gunsou

    29. Oktober 2010 at 23:00

    Dann beeil dich doch mal =P Es lohnt sich.

     

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